Therapien 2018-09-27T15:31:11+00:00

Therapieformen

Die Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen ist kein einfaches Unterfangen. Da meist verschiedene Faktoren als Ursache für die Erkrankung herhalten, ist ein starrer Therapieverlauf selten sinnvoll. Aus der individuellen Betrachtung des Krankheitsbildes und einer schlafendoskopischen und polysomnographischen Diagnostik in unserem S•MED Schlaflabor Recklinghausen entwickeln wir die für Sie erfolgversprechendste und angenehmste Therapieform. Eine Kombination der Verfahrenstechniken ist jederzeit möglich und in vielen Fällen auch hilfreich.

Atemtherapie mit Maskenanpassung

Die nächtliche, nichtinvasive Beatmungstherapie stellt die am häufigsten eingesetzte Therapieform bei der Obstruktiven Schlafapnoe dar. Sie wird ebenso bei dem Krankheitsbild der zentralen Schlafapnoe eingesetzt. Während einer polysomnographischen Kontrollnacht wird die nasale Überdruckbeatmung angepasst und eingestellt. Verschiedene Maskenformen bieten dem Patienten eine große Bandbreite an Anpassungsmöglichkeiten.

Der Betroffene muss sich während der nächtlichen Beatmungstherapie wohlfühlen, da Akzeptanz und regelmäßige Nutzung für die Wirksamkeit der Therapie notwendig sind. Das Beatmungsgerät versorgt den Patienten mittels eines Schlauchs und einer Maske kontinuierlich mit positivem Atemwegsdruck, so dass trotz einer Erschlaffung des Gaumensegels die oberen Atemwege nicht verschlossen und somit Atemaussetzer erfolgreich verhindert werden.

Durch diese Stabilisierung der oberen Atemwege finden die Obstruktiven Schlafapnoen nicht mehr statt und der Schlafzyklus verläuft wieder ganz normal. Der Patient erreicht so wieder die für den erholsamen Schlaf notwendigen Tiefschlafphasen und wird bereits nach der ersten Anwendung Erfolge und positive Veränderungen bezüglich der Tagesschläfrigkeit vernehmen. Die kleinen, flexiblen und leistungsstarken Geräte sind mittlerweile so leise, dass auch Ihr Partner keineswegs während des Schlafens gestört wird. Ganz im Gegenteil wird sich auch der Schlaf für Ihren Partner drastisch ins Positive verändern, da das Schnarchen sowie die ständigen lauten Weckreaktionen bei den Betroffenen entfallen.

Operationen

Nicht immer ist die Beatmungstherapie die erste Wahl. Besonders dann nicht, wenn die nasale Überdruckbeatmung vom Patienten nicht toleriert wird oder der gewünschte Heilungserfolg ausbleibt.

In diesen Fällen kann eine Operation durchaus hilfreich sein. Ein möglicher chirurgischer Eingriff muss aber auch immer an die individuellen Gegebenheiten angepasst werden. Das bedeutet, dass die individuellen anatomischen Begebenheiten der oberen Atemwege, die Schwere der OSAS (Obstruktives Schlafapnoesyndrom) und die Erfolgsaussichten maßgeblich in die Therapiewahl mit einfließen.

Eine Operation kann aber in vielen Fällen eine erfolgreiche Alternative zu klassischen Therapieverfahren darstellen. Die Bandbreite der vom S•MED Schlaflabor Recklinghausen angebotenen Operationstechniken ist groß und ermöglicht so eine perfekte, individuell auf Ihr Krankheitsbild und anatomischen Begebenheiten zugeschnittene Therapieform.

Schnarchschiene (auch Intraorale Schiene oder Protrusionsschiene)

intraorale-schienen

Eine dritte Therapieform ist die Schnarchschiene oder auch Intraorale Schiene oder Protrusionsschiene genannt. Bei den Schnarchschienen existieren verschiedenste Typen, die jeweils auf die individuelle Situation des Patienten angepasst werden können. Nach einer entsprechenden gezielten Diagnostik liegt die Erfolgsrate der Schnarchschiene bei rund 90 Prozent. Die Mundatmung wird bei der Verwendung nicht beeinträchtigt. Zähne und Kiefer müssen allerdings für derartige Schienen geeignet sein, ebenso wie die Schwere der Obstruktiven Schlafapnoe.

Bei einer sogenannten Unterkieferprotrusionsschiene wird der Unterkiefer durch das Tragen der Schiene wenige Millimeter nach vorne verlagert. Die Rachenmuskulatur entspannt sich und ein Absinken des Gaumensegels wird verhindert. Dadurch werden die Atemwege freigehalten, was wiederum das Schnarchen und den Apnoeindex deutlich reduziert. Durch eine Schrittweise Vorverlagerung des Unterkiefers können so optimale Ergebnisse für den Patienten bei gleichzeitiger Akzeptanz dieser Therapieform erzielt werden.