FAQ: Häufige Fragen rund um das Schlaflabor und die Schlafdiagnostik
Fragen zum Schlaflabor? Wir haben die Antworten!
Eine Untersuchung im Schlaflabor wirft häufig Fragen auf: Wie läuft eine Schlafdiagnostik ab? Welche Untersuchungen werden durchgeführt? Muss ich eine Nacht im Schlaflabor verbringen und wie bereite ich mich darauf vor?
In unserem FAQ-Bereich beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um Schlafstörungen, Schlafapnoe und die medizinische Schlafdiagnostik. So erfahren Sie, was Sie bei einer Untersuchung im S•MED Schlaflabor und in unserer S•MED Schlafoase in Recklinghausen erwartet.
In einem Schlaflabor werden verschiedene Körperfunktionen während des Schlafs untersucht, um mögliche Schlafstörungen zu erkennen und deren Ursachen abzuklären. Bei einer sogenannten Polysomnographie werden unter anderem die Gehirnaktivität (EEG), die Atmung, die Herzfrequenz, die Sauerstoffsättigung des Blutes und bestimmte Körperbewegungen aufgezeichnet. Die Untersuchung hilft dabei, schlafbezogene Erkrankungen wie beispielsweise die obstruktive Schlafapnoe zu diagnostizieren und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu ermitteln.
Eine Untersuchung im Schlaflabor kann sinnvoll sein, wenn Schlafprobleme über einen längeren Zeitraum bestehen oder der Verdacht auf eine schlafbezogene Erkrankung vorliegt. Typische Beschwerden sind:
- Lautes, unregelmäßiges Schnarchen
- Beobachtete Atemaussetzer während des Schlafs
- Ausgeprägte Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer
- Konzentrations- und Leistungsprobleme
- Wiederholtes nächtliches Erwachen
- Nicht erholsamer Schlaf
- Herz- und Blutdruckprobleme
Ob eine Untersuchung im Schlaflabor notwendig ist, wird anhand der Beschwerden und der vorausgehenden ärztlichen Diagnostik entschieden.
Die Anzahl der Übernachtungen hängt von der medizinischen Fragestellung und dem individuellen Untersuchungsbedarf ab. Häufig werden eine oder zwei Nächte eingeplant. In bestimmten Fällen können zusätzliche Untersuchungsnächte erforderlich sein, beispielsweise zur Kontrolle oder Einstellung einer Atemtherapie.
Wie lange Ihr Aufenthalt voraussichtlich dauert, erfahren Sie im Rahmen der Terminplanung.
Viele Patientinnen und Patienten befürchten, dass sie aufgrund der ungewohnten Umgebung und der angeschlossenen Sensoren nicht einschlafen können. Diese Sorge ist verständlich. Die Messgeräte und Sensoren werden jedoch so angebracht, dass Schlaf grundsätzlich möglich bleibt.
In der neuen Schlafoase werden alle Ihre Daten an die Überwachungszentrale per Funk übertragen, so dass Sie im Rahmen der Diagnostik nicht mehr mit Kabeln an Geräte neben dem Bett verbunden sind. So können Sie auch nachts zur Toilette gehen ohne dass Sie von den Nachtwachen entkabelt werden müssen.
Auch wenn Sie im Schlaflabor anders oder in der ersten Nacht vielleicht auch weniger schlafen als zu Hause, ist diese Untersuchung mit der modernsten Technik die beste Methode um Ihren Schlaf genau zu analysieren.
Nach Ihrer Ankunft werden Sie mit den Räumlichkeiten und dem Ablauf der Untersuchung vertraut gemacht. Anschließend befestigt das geschulte Fachpersonal verschiedene Sensoren an Ihrem Körper. Diese erfassen während der Nacht unter anderem Gehirnströme, Augenbewegungen, Muskelaktivität, Atmung, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung. Während Sie schlafen, werden die Messdaten kontinuierlich aufgezeichnet und die Untersuchung technisch überwacht.
Am nächsten Morgen werden die Sensoren entfernt. Die erhobenen Daten werden anschließend fachärztlich ausgewertet und bilden die Grundlage für die weitere Diagnostik und gegebenenfalls eine Behandlung.
Für eine Untersuchung im Schlaflabor sind in der Regel keine aufwendigen Vorbereitungen notwendig. Einige Dinge sollten Sie jedoch beachten:
- Halten Sie möglichst Ihren gewohnten Schlafrhythmus ein.
- Verzichten Sie auf Alkohol vor der Untersuchung.
- Vermeiden Sie Koffeinkonsum am Nachmittag und Abend.
- Bringen Sie bequeme Nachtwäsche und persönliche Hygieneartikel mit.
- Verzichten Sie möglichst auf Haarstylingprodukte, damit die EEG-Elektroden gut befestigt werden können.
- Nehmen Sie Medikamente wie gewohnt ein, sofern ärztlich nichts Anderes vereinbart wurde.
Über individuelle Vorbereitungsmaßnahmen informiert Sie unser Team vor Ihrem Termin. Weitere allgemeine Informationen finden Sie bei unseren Patienteninformationen.
Nein. Eine Polysomnographie ist eine nicht invasive und grundsätzlich schmerzfreie Untersuchung. Die erforderlichen Elektroden und Sensoren werden auf der Haut befestigt. Sie dienen ausschließlich der Messung verschiedener Körperfunktionen. Manche Patientinnen und Patienten empfinden die Sensoren zunächst als ungewohnt oder leicht störend. Schmerzen entstehen durch die Untersuchung aber nicht.
Für Ihren Aufenthalt empfehlen wir, folgende Dinge mitzubringen:
- Bequeme Schlafkleidung
- Persönliche Hygieneartikel
- Ihre regelmäßig benötigten Medikamente
- Gegebenenfalls vorhandene medizinische Unterlagen
- Persönliche Dinge, die Ihnen beim Einschlafen helfen
Welche Unterlagen Sie konkret benötigen und ob weitere Dinge mitzubringen sind, erfahren Sie bei der Terminvereinbarung und können Sie zusätzlich in unseren Patienteninformationen nachlesen.
Die Polygraphie und die Polysomnographie sind zwei unterschiedliche Verfahren zur Untersuchung schlafbezogener Erkrankungen.
Polygraphie: Bei dieser Untersuchung werden vor allem die Atmung, die Sauerstoffsättigung, die Herzfrequenz und weitere atembezogene Parameter während der Nacht erfasst. Sie kann häufig ambulant zu Hause durchgeführt werden und dient insbesondere der Abklärung einer möglichen Schlafapnoe.
Polysomnographie: Diese umfassendere Untersuchung findet üblicherweise im Schlaflabor statt. Zusätzlich werden unter anderem die Gehirnaktivität, Augenbewegungen und Muskelaktivität aufgezeichnet. Dadurch lassen sich Schlafphasen, Schlafunterbrechungen und verschiedene schlafbezogene Störungen differenzierter beurteilen.
Welche Untersuchung erforderlich ist, hängt von den Beschwerden und der medizinischen Fragestellung ab.
Bei einer Schlafapnoe kommt es während des Schlafs wiederholt zu Atemaussetzern oder einer deutlichen Verringerung des Atemflusses. Die häufigste Form ist die obstruktive Schlafapnoe (OSA). Dabei verengen oder verschließen sich die oberen Atemwege vorübergehend. Typische Hinweise können lautes Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer, nicht erholsamer Schlaf und ausgeprägte Tagesmüdigkeit sein.
Zur Diagnostik kommen je nach Situation eine ambulante Polygraphie oder eine umfassende Polysomnographie im Schlaflabor zum Einsatz. Unbehandelt ist eine obstruktive Schlafapnoe unter anderem mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein.
Moderne Schlaf-Apps und Smartwatches können hilfreiche Informationen über das eigene Schlafverhalten liefern. Sie erfassen beispielsweise Bewegungen, Herzfrequenz und teilweise die Sauerstoffsättigung. Daraus berechnen Algorithmen unter anderem die geschätzte Schlafdauer und mögliche Schlafphasen.
Für eine umfassende medizinische Diagnostik reichen diese Daten jedoch nicht aus. Insbesondere die genaue Beurteilung von Schlafphasen und schlafbezogenen Atmungsstörungen erfordert genauere medizinische Untersuchungen. Einige speziell dafür zugelassene Geräte können Hinweise auf eine mögliche Schlafapnoe liefern. Ein auffälliges oder unauffälliges Ergebnis ersetzt jedoch nicht automatisch die ärztliche Abklärung.
Weiterführender Artikel: Schlafüberwachung per Smartphone – können Schlaf-Apps das Schlaflabor ersetzen?
Die Polysomnographie kann bei der Abklärung unterschiedlicher schlafbezogener Erkrankungen helfen. Dazu gehören beispielsweise:
- Obstruktive und zentrale Schlafapnoe
- Andere schlafbezogene Atmungsstörungen
- Bestimmte Bewegungsstörungen während des Schlafs (Restless-Legs-Syndrom)
- Auffällige Verhaltensweisen im Schlaf (Parasomnien)
- Ausgewählte neurologisch bedingte Schlafstörungen
Auch bei ausgeprägter Tagesmüdigkeit kann eine schlafmedizinische Untersuchung sinnvoll sein. Nicht jede Schlafstörung erfordert allerdings eine Untersuchung im Schlaflabor. Bei chronischen Ein- und Durchschlafstörungen beispielsweise stehen zunächst häufig die ärztliche Anamnese und andere diagnostische Verfahren im Vordergrund.
Wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht und die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, werden die Kosten einer Schlaflaboruntersuchung sowohl von gesetzlichen als auch privaten Krankenversicherungen übernommen.
Ob eine Überweisung oder eine fachärztliche Veranlassung erforderlich ist, hängt vom individuellen Untersuchungsweg und den jeweiligen Abrechnungsbedingungen ab. Häufig erfolgt die Vorstellung im Schlaflabor nach einer vorausgehenden Untersuchung durch eine Hausarztpraxis oder eine fachärztliche Praxis, beispielsweise aus den Bereichen HNO-Heilkunde oder Pneumologie. Bei Verdacht auf eine schlafbezogene Atmungsstörung wird oftmals zunächst eine ambulante Polygraphie durchgeführt.
Welche Voraussetzungen für einen Termin im S•MED Schlaflabor gelten, erfahren Sie bei unserer Terminvereinbarung.
Das S•MED Schlaflabor bietet seine schlafmedizinischen Leistungen an zwei Standorten in Recklinghausen an.
S•MED Schlaflabor
Dorstener Straße 153
45657 Recklinghausen
S•MED Schlafoase
Josef-Wulff-Straße 75
45657 Recklinghausen
Die neue S•MED Schlafoase erweitert das bestehende Schlaflabor um moderne Räumlichkeiten und komfortable Patientenzimmer für die schlafmedizinische Diagnostik. Beide Standorte gehören organisatorisch zusammen und bieten umfassende klinische Untersuchungen, modernste Technik und individuelle Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Schlafstörungen in komfortablem Ambente.
Weitere Informationen: S•MED Schlafoase in Recklinghausen